Aprilia Tuareg 660

Aprilia Tuareg 660

Konzept der neuen Aprilia in Bezug zur Honda Africa Twin CRF 1100
Eins vornweg: Mir geht es hier nicht darum, Werbung für die Aprilia zu machen. Es geht darum die verscheidenen (Reise-) Enduro Konzepte im Vergleich zur Honda Africa Twin zu sehen.

Reiseenduro „spartanisch“

Reiseenduro “spartanisch”. Diesen Begriff möchte ich einführen für eine (Reise-) Enduro mit einem Hubraum unter 1000 ccm, und einer Leistung unter 100 PS.
Vor 20 bis 30 Jahren waren wir mit Enduros mit 45-50 PS zufrieden. Von Honda gab es zuerst die unverkleideten XL Modelle, später die Dominator oder Trans Alp. Auch die ersten Africa Twin Modelle hatten nur bis zu 60 PS. Man hatte kaum Verlangen nach mehr.

Im folgenden 2 Beispiele:

Aprilia Tuareg 660

Die neue Mittelklasse Enduro von Aprilia mit 660 ccm kommt 2022 in den Handel.

Ein Blick in die Vergangenheit: Wir schreiben das Jahr 1989. Aprilia beteiligt sich mit der Tuareg Wind 600 das erste Mal an der Paris Dakar. 2022 gibt es nun ein Revival des Motorrads mit 660 ccm.

Kommt euch das bekannt vor? Einen ähnlichen Schritt hat Honda 2016 mit der Africa Twin auch vollzogen.

Aprilia Tuareg 600
Aprilia Tuareg 600

Aber zurück zur Aprilia. Den Motor der Tuareg kennt man aus der RS 660 und Touno 660. Bei der Tuareg wurde die Maximalleistung von 100 PS auf 80 PS gedrosselt. Das Drehmoment von 70 Nm stieg ein wenig.

Das Trockengewicht wird mit 187 kg angegeben. (Wow!)

Meine Meinung zur Aprilia Tuareg 660

Ich sehe die Aprila Tuareg 660 (optisch) zwischen der Yamaha Tenere und der Honda Africa Twin angesiedelt. Geschmack ist subjektiv und es läßt sich herrlich darüber streiten, aber mir gefällt das Aussehen der Aprilia.

Ähnliches Motorrad, gleicher Verwendungszweck: Yamaha Tenere 700

Leistung 73 PS, Drehmoment: 68 Nm bei 6500 U/min, Gewicht vollgetankt: 204 kg.

Aprilia geht also einen ähnlichen Weg wie Yamaha. Nicht den Weg des „Größer, Schwerer, Leistungsstärker“, sondern zurück zum eigentlichen Endurogedanken ein Motorrad zu bauen, mit dem man jeder Zeit alles machen kann. Vom Brötchenholen zum Endurowandern. Als Reiseenduro genauso geeignet wie zu Offroadritten.

Auf der anderen Seite: Reiseenduro „extrem“

Schauen wir uns eine andere Kategorie von Reiseenduros an:
BMW R1250 GS und die KTM 1290 Super Adventure. Beides sehr leistungsstarke Motorräder mit weit über 100 PS und einem Drehmoment von über 130 Nm. Für kurze Fahrten wie z.B. Brötchenholen ungeeignet. Diese Motorräder machen vielleicht einen Sinn, wenn ich vorhabe die Welt zu umrunden, oder lange Etappen mit Sozia auf der Autobahn zurücklegen möchte. Aber im Alltag wären sie für mich unbrauchbar.

BMW R 1250 GS
Leistung: 136 PS, Drehmoment: 143 Nm bei 6250 U/min, Gewicht vollgetankt: 249 kg

KTM 1290 Super Adventure S
Leistung: 160 PS, Drehmoment: 138 Nm, Gewicht fahrbereit: 238 kg

Honda Africa Twin 1100

Wenden wir unseren Blick zu der von uns geliebten Honda Africa Twin. Von den Daten zwischen den zwei oben genannten Kategorien.

Leistung: 102 PS, Drehmoment: 105 Nm, Leergewicht vollgetankt: 226 kg

Subjektive Einschätzung

Beschreitet Honda hier den richtigen Weg? Mit der BMW R 1250 GS und der KTM 1290 kann Honda nicht mithalten. Einen Vergleich zu ziehen zur Aprilia Tuareg 660 und Yamaha Tenere 700 gelingt auch nicht, da es verschiedene Konzepte sind.

Honda geht hier einen Mittelweg. Aber verlangt der Markt nach einem solchen Zwitterwesen, oder sollte Honda nicht eher zweigleisig fahren und der Africa Twin mehr von allem und einem anderen Motorrad, nennen wir es Trans Alp weniger geben?

Ich würde mich über eine Trans Alp mit 70-80 PS und weniger als 200 kg freuen.

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